Vielleicht kennen einige von euch die Geschichte von Fee... Fee war einige Zeit in unfachmännischen Händen untergebracht (mehr dazu könnt ihr auf Tamara Reinischs Seite www.tinker-online.de lesen). Sie verlor dort das Vertrauen zum Menschen und ließ sich später auch nicht mehr reiten. Einige Kinder hat sie wohl schon böse runtergebuckelt. Die Umstände ergaben sich, dass Fee zu mir ziehen konnte. Sie hatte sich zwar auf Tamaras Weiden schon aklimatisieren können, doch gab ich ihr nochmal Zeit auf der Weide mit 8 anderen Pferdekollegen. Sie konnte den Sommer und Herbst ziemlich unbeschwert genießen. Nach und nach fing ich an, Bodenarbeit mit ihr zu machen. Scheutraining und Spaziergänge waren unsere Hauptbeschäftigung. Lang habe ich sie nur vom Boden aus gearbeitet. Ich hatte im Gefühl, dass sich die Geduld letztendlich auszahlen würde... Fee lief ohne Halfter auf dem Hof frei hinter mir her. Sie kommt immer auf Zuruf. Die ersten Aufsattelversuche waren schon aufregend. Da habe ich schon nochmal gemerkt, dass irgendwann mal was schief gelaufen war. Fee war anfangs total spannig und hat sich vom Sattel weg gedreht. Das Gurten wollte sie erst auch nicht, da sie mich nicht bis auf die andere Seite greifen lassen wollte. Ohne den Sattel habe ich immer unter ihr rumwursteln können... Auch hier habe ich mir Zeit gelassen. Immer wieder habe ich sie mit Sattel ins gelände geführt und sie bei jedem kleinen Fortschritt belohnt. Wochenlang habe ich sie auf dem Hof durch zwei Aufsteighilfen "durchlongiert". Immer wieder parierte ich sie dazwischen durch zum anhalten. irgendwann habe ich mich auf eine Aufsteighilfe gestellt und Fee von oben gestreichelt. Später habe ich auf den Sattel geklopft und die Bügel gegen den Bauch bammeln lassen. Irgendwann hab ich mich mal draufgelehnt. Da war wieder einige Spannung drin, mit viel loben wars aber bald nimmer so schlimm... Eines tages als ich meinen Freund dabei hatte, hab ich ihn drum gebete, einfach mal vorne stehen zu bleiben und Fee zu streicheln. Dann hab ich mich einfach draufgesetzt. Kurz hat sie sich umgedreht und mich angeguckt: Ja was machst du denn da oben? Ich hab sie ausgiebig gelobt und bin wieder abgestiegen und nochmal rauf. Das auf- und absteigspiel habe ich fast eine Woche gespielt, ohne Fee auch nur einen Schritt vorwärts zu reiten. Nach einer Woche bin ich dann mal angeritten. Fee war ziemlich wackelig. Beinah ganz so, als ob man ein total rohes Pferd reitet. Das haben wir stetig ausgeweitet. Das erste mal nur 5meter, dann fast eine halbe Runde um den Hof. Anfang Februar sind wir dann kurz "ausgeritten". Das heißt, mein Freund lief am Boden voraus und Fee dackelte hinter ihm her... Zwischenzeitlich war ich schon einmal 15Minuten alleine draußen.
Ja, ich bin echt stolz auf die Maus! Nie war sie böse, bei unseren Reitversuchen. Ich spreche viel mit ihr von oben. Da ist sie manchmal noch verwirrt und guckt mich an und fragt scheinbar, was sie tun soll. Die viele Bodenarbeit hat sie schon stark auf meine Stimme geprägt...Trotz allem mache ich weiterhin viel am Boden. Fee muss noch einiges an Muskelmasse wieder aufbauen, bevor wir mal eine weitere Strecke reiten. Dann werde ich euch wieder berichten...
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Vom 11.- 18. 12. wagte ich den Schritt. Ich wollte eigentlich schon seit geraumer Zeit den Trainer B für Jungpferdeausbildung machen. Nachdem Joey letzten Winter so krank war, habe ich diesen Winter die Gelegenheit am Schopf ergriffen. Es gäbe natürlich viel zu erzählen. Zunächst mal: Wir haben bestanden!!! Diana mit ihrem zottigen Tinkertier. Glücklicherweise waren wir ein netter Kurs toller Weiber mit den unterschiedlichsten Pferden. Neben drei "normalen" Warmblütern, hatten wir noch einen Vollblüter, einen Tschechen, einen Haflinger, ein Paint Horse und meinen Stinker dabei. Ja, wir sind für eine Woche auf die Olympia- Reitanlage gezogen und haben dort täglich dressurmäßig mit unseren Youngsters gearbeitet. Böse wie ich bin, kann ich nur sagen: Die Leute auf der Reitanlage sind zu 93% Snobs, die einen mit der Arschbacke nicht anschauen. Die Anreise war besch... organisiert. Wenn man schon Lagepläne mitschickt, könnte man wenigstens ein Kreuzchen machen, wo die Pferde untergebracht sind. So irrte ich am Sonntag, nachdem mein Pferd 300km und 4 Stunden im Hänger stand nochmal 45Minuten über die Anlage, bis ich zufällig ein Mädel fand, welches auch an dem Lehrgang teilnahm und den Stall schon gefunden hatte. Unmissverständlich sind für mich Damen, die ihre Pferde im Schulstall untergebracht haben und mich anschnauzen, nachdem ich mich erkundige, wer denn für die Lehrgänge zuständig ist und mir eine Box zuweisen könnte? Die nette Frau meinte nur:" Heut ist Sonntag, da ist keiner da!!! Mein Mann hat frei, der ist normalerweise zuständig." Nach dieser freundlichen Antwort drehte mir die freundliche junge Frau den Hintern zu und kratzte ihren Pferd die Hufe aus. Danke!!!! Die Anlage selbst wär supertoll, allerdings kann man halt sein Jungpferd nach täglichem Anöden lassen in der Halle nicht mehr motivieren, die Hufe mal ein Ründchen auf der Rennbahn zu schwingen. Die Zeit war letztendlich zu knapp und die Richter haben mal wieder nicht den Aspekt bewertet, dass wir Jungpferder reiten, sondern haben eigentlich sehen wollen, dass ein 5jähriger sauberes A-Niveau geht, ein 6jähriger L-Niveau,... Eine Literaturliste haben wir prophylaktisch dieses mal gar nicht bekommen. Joey war nach dem Lehrgang so angekotzt von Platzarbeit, dass ich ihn erst nach eineinhalb Wochen und viel Boden und Gelände wieder zur Platzarbeit unter dem Reiter animieren konnte. Kurz und gut. Sucht euch eine andere Anlage falls ihr den Trainer für Jungpferde machen wollt. Wären wir nicht so eine absolut super nette Truppe von Mädels ohne auch nur eine Zicke gewesen, hätte ich nach zwei Tagen mein Pferd gepackt und wär wieder heim. Lieber BRFV so geht es nicht!
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Am 01.10. sind meine beiden Jungs umgezogen...
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Am 09.Juli fand auf der Reitanlage Schwarz in Gunzenhausen ein Vorbereitungslehrgang zum Championat der Freizeitpferde statt.
Der Lehrgang umfasste Übungen, die ein rittiges Freizeitpferd auch für einen Hobbyreiter können sollte. Hier wünscht man sich doch ein Pferd mit einem klaren Kopf, Sitzkomfort, Rittigkeit, Trittsicherheit, Nervenstärke und auch geschick um mal den einen oder anderen Hüpfer zu überwinden. Die Leitung des Lehrganges hatte Heike Lauger. Claudia Sirzisko vom bayerischen Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialrassen (der die Veranstaltung auch initiierte) stand ebenfalls für Anregungen und als Fremdreiter zur Verfügung. Wir waren eine sehr kleine Gruppe von nur 4 Pferd-Reiter-Paaren und haben einiges mitnbehmen können. Joey, der Anfang diesen Jahres noch krank war, hat einiges neues gesehen. Eine Dressuraufgabe, ein Fremdreitertest, ein Gruppenritt zur Grundgangartenüberprüfung mit überholen im Galopp, verschiedene Geländehindernisse, ein Wassereinritt und eine gerittene Gehorsamkeitsprüfung standen auf dem Programm. Am Ende des Tages waren die Paare geschafft und haben durchwegs ein positives feedback zu dieser Veranstaltung hinterlassen. Ich selbst hatte nicht den Hintergrundgedanken, an dem Championat teilzunehmen. Allerdings möchte ich mit meinem Jungpferd gerne immer wieder die gelegenheit wahrnehmen, ihm etwas anderes zu zeigen. Auch im Hinblick auf die Hengstleistungsprüfung, die 2012 geplant ist, habe ich wertvolle Tipps erhalten. Die Fotos zum Lehrgang findet ihr in der Galerie...
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